Zur mobilen Version

Navigation einblenden

GUSTAV LANDAUER UND SEIN MÖRDER

Lesung aus unbekannten Akten des Generallandesarchivs

Dauer: ca. 1h 00

30.04.2019 GENERALLANDESARCHIV KARLSRUHE

GUSTAV LANDAUER UND SEIN MÖRDER

Foto: GLA

Der Karlsruher Gustav Landauer war Schriftsteller und Pazifist und wurde am 2.5.1919 ermordet. Die Akte des Mordprozesses ist kürzlich im Generallandesarchiv gefunden worden. Schauspieler*innen des STAATSTHEATERS lesen daraus: Gustav Landauer und sein Mörder.

Das Generallandesarchiv Karlsruhe präsentiert seinen Sensationsfund vom 2. April bis 10. Mai 2019 in einer kleinen Ausstellung. Die bislang unbekannten Akten erhellen die Todesumstände des gebürtigen Karlsruhers und jüdischen Anarchisten und zeichnen die juristische "Aufarbeitung" der Bluttat nach.

Dass jetzt im Generallandesarchiv Karlsruhe drei bisher unbekannte Akten über den Mord an Gustav Landauer aufgefunden wurden, hat mit den Erschließungsarbeiten für das Badische XIV. Armeekorps aus der Zeit des Ersten Weltkriegs zu tun. Manfred Hennhöfer entdeckte die Originalakten des Freiburger Militärgerichts zu Eugen Digele, einem der Mörder Gustav Landauers. Digele war zur Tatzeit Gefreiter bei den Ulanen der 1. Eskadron des 1. Württembergischen Freiwilligen–Regiments Abteilung Haas, die half, die Münchener Räterepublik mit Gewalt niederzuschlagen. Die Akten rekonstruieren den eigentlichen Tathergang und berichten minutiös über die Untersuchung des Verbrechens sowie über die nachfolgende Gerichtsverhandlung am 19. März 1920 in Freiburg.

Gustav Landauer, 1870 in Karlsruhe geboren, war Schriftsteller, Anarchist und Pazifist sowie im April 1919 als Volksbeauftragter für Volksaufklärung Mitglied der Münchner Räteregierung. Während der Niederschlagung der Räterepublik durch Regierungstruppen wurde er verhaftet und am 2. Mai 1919 im Gefängnis München–Stadelheim brutal ermordet. 

Begleitend zu der kleinen Ausstellung Die Ermordung Gustav Landauers. Ein Aktenfund nach 100 Jahren lesen Claudia Hübschmann, Thomas Schumacher und Gunnar Schmidt aus dem Ensemble des Staatstheaters am 30. April 2019 um 18 Uhr im Generallandesarchiv aus den Akten. Vor der Lesung am 30. April findet um 17 Uhr eine Kuratorenführung statt.

Der Eintritt ist frei.

Alle drei Akten über den Mord an Gustav Landauer sind digitalisiert und vollständig einsehbar:

Untersuchungsakte München

Beilagenheft

- Gerichtsakte Freiburg.

Navigation einblenden