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PÁTRIA ESTRANGEIRA / FREMDE HEIMAT

Brasilianisch-deutsches Theaterprojekt von Jürgen Berger, Mirah Laline und Ensemble

URAUFFÜHRUNG | AUFTRAGSWERK
Koproduktion mit Ato Cia.Cênica
Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes & dem Goethe-Institut Porto Alegre

Dauer: ca. 1h 45

PREMIERE
20.09.2018 STUDIO

PÁTRIA ESTRANGEIRA / FREMDE HEIMAT

Foto: Jan Linders

Aus Deutschland geflüchtet? Nachkommen deutscher Einwanderer findet man heute in allen Schichten der südbrasilianischen Region um Porto Alegre. Im 19. Jahrhundert kamen deutsche Kleinbauern als Armutsflüchtlinge – sie waren willkommen geheißen für die Kolonisierung des Bodens und die „Aufweißung“ der Bevölkerung. In der Weltwirtschaftskrise um
1920 strandeten zahlreiche Arbeiterfamilien, später Verfolgte
des NS-Regimes und untergetauchte Nationalsozialisten. In den meisten Einwandererfamilien wird bis heute deutsch gesprochen. Autobiografische Recherchen verdichtete der Autor Jürgen Berger zu einem doku-fiktionalen Abend. Vier brasilianische Schauspieler*innen und Musiker*innen mit deutschen Wurzeln spielen mit einem Karlsruher Schauspieler. Wie kann man in zwei Kulturen gleichzeitig leben? Sind das dann Parallelgesellschaften? Ist Heimat ein Instrument des Kolonialismus? Welche Gemeinsamkeiten gibt es mit der Einwanderung nach Deutschland heute? Wandelt sich künftig der Begriff der Migration?

Die deutsch-brasilianische Regisseurin Mirah Laline studierte
in Porto Alegre und wurde mit ihrer Inszenierung von Der Hässliche von Marius von Mayenburg in Brasilien vielfach zu Festivals eingeladen und ausgezeichnet. Ein Stipendium des DAAD führte sie in den Studiengang Regie der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin.

REGIE Mirah Laline RECHERCHE & TEXT Jürgen Berger VIDEO Maurício Casiraghi LICHT Ricardo Vivian DRAMATURGIE Jan Linders PRODUKTIONSLEITUNG Daniela Mazzilli, Primeira Fila Produções

      

                  


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