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Das STAATSTHEATER trauert um Istvan Bödy

 - Foto: Foto: Fabry

Der 1942 in Budapest geborene Schauspieler und Regisseur Istvan Bödy verstarb am 12.1.2019 in Karlsruhe. Er war von 1977-79 Schauspielchef am STAATSTHEATER, inszenierte dann frei und kehrte von 1995-1998 noch einmal als 1. Spielleiter zurück.

Bödy studierte an der Hochschule für Theater und Film in Budapest und ab 1967 an der Freien Universität Berlin Theaterwissenschaft und Publizistik, bevor er ab der Spielzeit 1971 anfing am Theater als Schauspieler und Regisseur zu arbeiten. Stationen waren das Theater Göttingen, dann das von Peter Zadek geleiteten Schauspielhaus Bochum, das Hamburger Thalia Theater, das Staatstheater Stuttgart und am Schauspielhaus Frankfurt. 1977 holte ihn Karlsruhes neuer Intendant Günter Könemann aus Darmstadt nach Karlsruhe.

Das Karlsruher Publikum verdankt ihm 22 große Theatererlebnisse. In seiner ersten Spielzeit in Karlsruhe inszenierte er 1977/78 Kleists Zerbrochnen Krug und Bernarda Albas Haus von Lorca sowie 1978/79 das vieldiskutierte Zeitstück Jagdszenen aus Niederbayern von Martin Sperr.

Als freier Regisseur widmete er sich ab 1985 großen psychologischen Stücken von Horváth, Ibsen, Tschechow und Arthur Miller. Mit dem Theatermacher brachte er auch erstmals ein Stück von Thomas Bernhard in Karlsruhe auf die Bühne. In dieser Zeit holte er den später zum Staatsschauspieler ernannten Michael Rademacher in die Stadt. Seine letzten Inszenierungen am STAATSTHEATER waren in der Spielzeit 1995/96 die Trilogie des Wiedersehens von Botho Strauß und Schillers Don Carlos.

Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen und Freund*innen.

 

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