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GOLDENER FÄCHER: Doppelte Ehrung für das STAATSTHEATER KARLSRUHE

Ballettdirektorin Prof. Birgit Keil mit dem Goldenen Ehrenfächer ausgezeichnet Der Goldene Fächer an Meik van Severen verliehen.

Am 2. Juli 2019 hat Ballettdirektorin Prof. Birgit Keil den GOLDENEN EHRENFÄCHER und Meik van Severen, Schauspieler des STAATSTHEATERS KARLSRUHE, den GOLDENEN FÄCHER der KUNST- UND THEATERGEMEINDE KARLSRUHE e.V. erhalten. Die Auszeichnung GOLDENER FÄCHER wird seit 2006 jährlich für die beliebteste*n Nachwuchskünstler*innen des STAATSTHEATERS vergeben, wobei die Sparten OPER, SCHAUSPIEL und BALLETT alternieren.

1992 in Hannover geboren, wuchs Meik van Severen auf der Insel Usedom auf und war dort von 2009 bis 2011 Mitglied im Jugendensemble Bühnenläufer der Vorpommerschen Landesbühne. Nach dem Abitur 2011 zog er nach Berlin und spielte dort im Jungen DT in der Odyssee unter der Regie von Uli Jäckle. Von 2012 bis 2016 studierte er Schauspiel an der Universität der Künste Berlin. Noch während des Studiums spielte er am Hans Otto Theater Potsdam, am bat-Studiotheater und war u. a. als Josh in Jan Friedrichs Szenen der Freiheit am Deutschen Theater Berlin und in Wunderland nach Lewis Carroll, beides in der Regie von Fabian Gerhardt, zu sehen. Seit der Spielzeit 2016/17 ist er fest im Ensemble des STAATSTHEATERS. Sein Debüt gab er zuvor in Small Town Boy. Anschließend spielte er in Die Goldberg-Variationen, Der Krüppel von Inishmaan, Antigone und Die Jungfrau von Orleans. In der Spielzeit 2018/19 ist Meik van Severen in Hair, Faust, Nora, Hedda und ihre Schwestern und in seinem musikalischem Programm Love is a battlefield zu erleben. Außerdem ist er in der Bambi oder eine Suche zu sehen. Am 4. Juli wird Meik von Severen in Annalena und Konstantin Küsperts szenischer Lesung zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes Das neue Stück 61 – GRNDGSTZ mitwirken.

Den sehr selten verliehenen GOLDENEN EHRENFÄCHER der KTG erhielt die scheidende Ballettdirektorin Kammertänzerin Prof. Birgit Keil. Mit dieser besonderen Auszeichnung brachte die KTG ihren Dank und ihre Wertschätzung zum Ausdruck und würdigte, auch im Namen ihrer Abonnent*innen, Birgit Keil für „16 Jahre wunderbare Ballettaufführungen auf höchstem Niveau“, so der Vorsitzende Prof. Jürgen Ulmer. „Birgit Keil hat in Karlsruhe wundervolles geleistet. Ihr gebührt unser Dank, gebührt unsere Verehrung. Mehr als 60 Jahre hat sie gearbeitet, um uns zu unterhalten und uns die Augen zu öffnen darüber, was Tanz kann, was Tänzer können, warum wir nach Schönheit und Weisheit verlangen und sie im Tanz ausgedrückt sehen wollen. Mit dem größten Bedauern – eigentlich kann es nicht wahr sein – sehen wir sie gehen als Ballettdirektorin, Pädagogin, als Mentorin und Wegweiserin in ästhetisch schwankender Zeit. Irren wir uns nicht, und täuschen wir uns nicht darüber: Es handelt sich um das Ende einer Ära“, zitierte er in seiner Laudatio die Tanzkritikerin der FAZ, Wiebke Hüster.

Birgit Keil ist nach Achim Thorwald erst die zweite Preisträgerin des GOLDENEN EHRENFÄCHERS der KTG. Als Primaballerina des „Stuttgarter Ballettwunders“ unter John Cranko feierte sie weltweite Bühnenerfolge. Nach der Übernahme der Leitung der Akademie des Tanzes Mannheim 1997 wurde sie 2003 Ballettdirektorin am STAATSTHEATER KARLSRUHE und führte die Compagnie, der 2012 in Anerkennung ihrer hohen künstlerischen Qualität der Titel BADISCHES STAATSBALLETT KARLSRUHE verliehen wurde, 16 Spielzeiten.

Birgit Keil brachte 41 Premieren mit rund 70 Balletten auf die Bühne, davon 26 Uraufführungen, darunter solch große Erfolge wie Anna Karenina und Anne Frank. In über 900 Vorstellungen mit einer kontinuierlichen Spitzenauslastung von nahezu 100 % konnten über 700.000 Zuschauer*innen – mehr als doppelt so viele Zuschauer*innen wie Einwohner*innen von Karlsruhe – ein äußerst vielseitiges, internationales Ballettrepertoire erleben. In großer Dankbarkeit für 16 Jahre ermutigender Begleitung und enthusiastischer Unterstützung widmet Birgit Keil am 20. Juli die letzte Ballett Gala unter ihre Ägide als Ballettdirektorin in Karlsruhe ganz und gar ihrer Compagnie und ihrem treuen Publikum.

Die Kunst- und Theatergemeinde Karlsruhe (KTG) wurde im Jahr 1947 gemeinsam von der evangelischen und katholischen Arbeitsgemeinschaft Karlsruhe gegründet. Ziel der KTG ist das gemeinsame Erleben von Kunst und Kultur. Durch ihre Tätigkeit will sie Verständnis für alle Bereiche des künstlerischen Lebens wecken und fördern, die Bürger zur Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen anregen und so auch zur Anerkennung der Bedeutung der ihnen dienenden Einrichtungen beitragen. Darüber hinaus bietet die KTG anspruchsvolle Kulturveranstaltungen, insbesondere Kultur- und Theaterfahrten in Mitteleuropa an und fasst zahlreiche unterschiedliche Abo Reihen zu ermäßigten Preisen zusammen.


Generalintendant Peter Spuhler, Schauspieldirektorin Anna Bergmann, Schauspieler Meik van Severen, Prof. Jürgen Ulmer


Prof. Jürgen Ulmer, Ballettdirektorin Prof. Birgit Keil, Geschäftsführender Direktor Johannes Graf-Hauber

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